GROSSER JUBEL ZUM ZEHNJÄHRIGEN

Sinfonia Christkönig unter Eduard Matscheko mit Sulzer-Werken.
Zehn Jahre Sinfonia Christkönig unter der Patronanz der Wiener Philharmoniker – das sind auch zehn Jahre mit Eduard Matscheko, der als Dirigent und Motor dieses Unternehmens große Werke der Musikgeschichte verschiedener Epochen in sein Programm aufnimmt und die zeitgenössische Musik aus Oberösterreich pflegt und entdeckt.
So wurde auch in diesem ersten Sinfonia-Christkönig-Konzert in der Linzer Friedenskirche nach der Pandemie die Aufführung der Sinfonie Nr. 1, op. 60, von Balduin Sulzer mit großer Aufmerksamkeit aufgenommen. Im Orchester der Sinfonia kennt noch jeder Musiker den vor mehr als zwei Jahren verstorbenen Komponisten. Manche als dessen Schüler, stets in Freundschaft verbunden, den eifrigen „Herrn Lehrer“ häufig als Konzertbesucher. Die Uraufführung dieser Sinfonie fand bereits 1978 unter Leopold Mayer mit dem Bruckner Orchester im Linzer Brucknerhaus statt.
Diese Sinfonia ist laut Aussage des Komponisten „jenem Publikum gewidmet, das seinen musikalischen Geschmack an den großen Werken der Tradition geschult hat; daher werde weniger auf experimentelle Formulierungen, sondern auf allgemeine Verständlichkeit zielende Ausdrucksweise Wert gelegt.“ Wobei Balduin Sulzer die genaue Treffsicherheit seiner Instrumentenkunde in seinen Werken zum Einsatz bringt. So ist in dieser Sinfonie die beginnende „Nachtmusik“ als Einsatz für Ruhe und Besinnung den sanft geführten Kontrabässen in der „Matutina“ als Nachtofficium anvertraut. Was in traditionellen Sinfonien die Stelle des Scherzos einnimmt, ist in Sulzers Sinfonie eine Burlesca. Dieser von derber Komik und Wildheit geprägte Satz ist hier in Wahrheit in eine echte Ballettmusik versteckt, das kontrastreicher nicht sein könnte. Im Zentrum steht das Solo der Violine, das überraschend von Rainer Honeck übernommen wurde, als witzig elegante Koketterie in den Allegro-Abschnitten, die eine besondere Aufmerksamkeit erwirkte. Allerhand Schlagwerk findet in diesem Satz immer wieder sehr attraktive Aufgaben.
Im 3. Satz „Oration“ kehrt Sulzer wieder in den geistlichen Raum der Musik zurück und belässt diesen Satz in seiner ruhigen, weihevollen Würde. Im 4. Satz „Marcia“ ist das gesamte Orchester im Einsatz, ein großer gelungener Abschluss, der mit viel Schwung und fröhlicher Eleganz auch beim Publikum Gefallen fand. Großer Applaus für diesen Einsatz in der doch so neuen Musik.
Für das Violinkonzert in D-Dur, op. 77 von Brahms kam Rainer Honeck (*1961), der Konzertmeister und Primgeiger der Wiener Philharmoniker, mit seiner Stradivari („Chaconne“ anno 1725 aus der Österreichischen Nationalbank) nach Linz zur Sinfonia Christkönig. Dieses Konzert ist neben Beethovens Violinkonzert das bedeutendste Solokonzert des gesamten 19. Jahrhunderts und birgt in seiner Viersätzigkeit immer die große Herausforderung für jeden Geiger: 40 Minuten im Dauereinsatz beim Solo!
Es ist für Rainer Honeck ein freudiger, großartiger Einsatz geworden, der mit Hingabe und Bravour dieses Werk nicht nur gemeistert, sondern es mit besonderem Glanz auf seinem Instrument auch verwirklichen konnte. Mit dem gut geführten Orchester gab es ein wunderbar ausgeglichenes Zusammenwirken.
Viel Begeisterung erlebte man mit großem Dankes-Jubel, der dem Solisten, dem Dirigenten und den Musikern der Sinfonia Christkönig galt. (Christine Grubauer, in: OÖ Volksblatt, 5.10.2021)

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